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Der 11.September und Afghanistan

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Die Ortsgruppe Bad Camberg von Bündnis-90/Die Grünen berichtet von ihrer Veranstaltung "Der 11. September und Afghanistan":

 

Situation in Afghanistan kritisch

In Gedenken an den Terroranschlag am 11. September 2001 fand vom Ortsverband Bad Camberg von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Kurhaus eine gut besuchte Veranstaltung mit dem Thema "Der 11. September und Afghanistan" statt.

Sabine Häuser-Eltgen und Dieter Oelke begrüßten im Namen des Ortsverbandes insbesondere Vougar Aslanov und den Direktkandidaten der GRÜNEN für den hiesigen Wahlkreis 178, Simon Lissner, sowie MdL Mathias Wagner.

Teilnehmer an der Veranstaltung
Sie lieferten Fakten zu Afghanistan. Von links nach rechts:
Stadtverordneter Dieter Oelke, MdL Mathias Wagner, Stadtverordnete Sabine Häuser-Eltgen,
Direktkandidat Simon Lissner, der Journalist und ehemalige Sowjetsoldat Vougar Aslanov

Vougar Aslanov, der von 1983 bis 1985 als sowjetischer Soldat an der Grenze zu Afghanistan stationiert war, berichtete über die Entwicklung Afghanistans von 1920 bis 2001. Er erklärte die Hintergründe der wachsenden Islamisierung und zeichnete die wechselnden Interessen der Sowjetunion und USA an den Machtstrukturen des Landes auf. 13.000 Soldaten betrug der Blutzoll, den die Sowjetarmee für ihr Engagement in Afghanistan bezahlen musste.

Nach der im Anschluss stattfindenden Diskussion zeigte Dieter Oelke Lichtbilder über die jüngsten Ereignisse in Afghanistan. Simon Lissner vermittelte hierzu weitere Hintergrundinformationen. Ein Ergebnis der Diskussion war, dass nach Ansicht der Anwesenden die Bombardierung der Tanklastzüge ein schwerer Fehler war, der den Taliban politisch nutzen und Deutschland schaden kann. Übereinstimmung herrschte auch darüber, dass ein sofortiger Rückzug aller ausländischer Truppen zu einem Machtvakuum führen würde. Dies könnte zu einer völligen Destabilisierung des Landes und zu schlimmen Massakern an der Bevölkerung führen. Simon Lissner sprach sich dafür aus, dass die weitere Stationierung von ausländischen Truppen unter einem neu zu beschließenden UN-Mandat erfolgen sollte. In diesem Zusammenhang forderte er einen konkreten zeitlichen Abzugsplan aus Afghanistan für die Bundeswehr. Es müsse unbedingt erreicht werden, dass die Afghanen möglichst schnell ihr Schicksal selbst in die Hand nähmen. Der zivile Aufbau müsse erweitert und die Unterstützung schließlich allein auf humanitäre Hilfe begrenzt werden.

Weitere Infos zum Ortsverband Bad Camberg und seinen Aktivitäten gibt's auf der Homepage des Ortsverbands Bad Camberg von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN