Ausstellung der Amthof-Galerie Bad Camberg im April 2013

07. April 2013
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Mal verträumte, mal monströse Märchenszenen, dazu keramische Gestalten, die ebenfalls auf ganz eigene Weise andersartig sind, werden im April 2013 die Amthof-Galerie in Bad Camberg bevölkern. Christine Hinz und Peter Atzbach stellen vom 7. April an dort ihre Werke aus.

Drahtbögen in Form eines Kreuzes von Christine Hinz
Ein stilisierter Baum enthält eine gelbe Spirale von Christine Hinz
ein kleiner Prinz vor einem grossen Schloss - Zeichnung von Peter Atzbach
"Innere Bilder aus Ton, dem Feuer ausgesetzt." - so umschreibt Christine Hinz ihre Werke. Die Zusammenstellung ihrer Skulpturen, die in der Amthof-Galerie zu sehen sein werden, hat sie mit der Überschrift "Keramik andersartig" versehen. Ihre Werke verstehen sich nicht als bloße Anschauungsobjekte, sondern als Skulpturen, die zum interaktiven Spiel einladen. So machen keramische Klangbäume bei leichter Bewegung ihrer Metallstäbe klangvoll auf sich aufmerksam und laden zum Innehalten, Lauschen und Nachdenken ein. An anderer Stelle symbolisieren zwei schlanke tanzende Körper Lebenslust. Einige Objekte sind mit literarischen Texten versehen, die die Aussagekraft der Werke vertiefen.

Christine Hinz lebt in Bermbach. Seit 1979 ist sie als Keramikkünstlerin tätig und seit 1995 betreibt sie eine eigene Werkstatt. Ihr Stil zeichnet sich durch die Verbindung des Werkstoffs Ton mit anderen Materialien aus, seit einigen Jahren auch durch eine fortschreitende Konzentration und Reduktion auf das Wesentliche. Glasuren verwendet sie deshalb kaum noch, dafür arbeitet sie unter anderem mit einem aus Schamottsteinen selbstgebauten Sägespäne-Ofen.

Peter Atzbach aus Wetzlar hat den Märchen der Gebrüder Grimm mit Zeichenfeder und Bleistift zu neuer Gestalt verholfen. Dass die Grimmschen Märchen in ihrer Originalfassung keineswegs Kindergeschichten sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Da gibt es mörderische Mütter (und keineswegs nur Stiefmütter wie in den späteren Fassungen), Menschenfresser und wandelnde Leichname. An diesen ursprünglichen Versionen arbeitet sich auch Peter Atzbach ab. "Grimm-ige Märchenwelten" hat er seinen Ausstellungs-Part deshalb überschrieben. Wohldosierte Düsternis, hier und da bröckelnde Gemäuer und eine leichte Schaueratmosphäre ziehen sich durch seine Bilder, keineswegs jedoch schlichte Horror-Effekte. Entstanden sind die Zeichnungen als groß angelegtes Projekt zum Brüder-Grimm-Jahr 2012.

Peter Atzbach lebt und arbeitet seit 1987 in Wetzlar. Bekannt ist er vor allem für seine Illustrationen phantastischer Literatur. Werke zeitgenössischer Autoren hat er ebenso zeichnerisch interpretiert wie Klassikern von J.R.R. Tolkien, Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft. Auch Comics und Karikaturen gehören zu seinem Werk.

Eine Vernissage am Sonntag, 7. April 2013, um 11 Uhr bildet den Auftakt der Doppelausstellung in der Amthof-Galerie. Danach sind die Galerieräume an jedem April-Sonntag geöffnet. Christine Hinz wird an diesen Tagen durchgängig von 11 bis 17 Uhr in der ersten Etage anwesend sein und zu Gesprächen über ihre Werke bereitstehen. Die Ausstellung mit den Illustrationen von Peter Atzbach ist jeweils von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

www.amthof-galerie.de
Ausstellungen in anderen Monaten

Eine Strickleiter führt vom Boden bis in ein Fenster im Mond - Zeichnung von Peter Atzbach