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Ehrenamtliche brauchen Führungszeugnis

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Personen, die ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, müssen künftig grundsätzlich alle drei Jahre ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Verhindert werden soll damit, dass einschlägig Vorbestrafte mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Nach der Änderung durch das Bundeskinderschutzgesetz soll diese Vorlage nun auch für ehrenamtliche Tätige verpflichtend werden, während diese Regelung vormals nur für hauptamtliche Kräfte galt. Der Landkreis Limburg-Weilburg wird diese Verpflichtung nun umsetzen. Landrat Manfred Michel und Jugendamtsleiter Joachim Hebgen stellten die wichtigsten Änderungen vor: "Menschen mit schädlichen Neigungen haben in der Kinder- und Jugendarbeit nichts zu suchen", so der Tenor der Information.

Im Gesetzestext heißt es, dass die Träger der öffentlichen Jugendhilfe - wie der Landkreis - mit Trägern der freien Jugendhilfe - wie Kirchen und Vereinen - Vereinbarungen abschließen sollen, die sicherstellen, dass keine einschlägig vorbestraften Personen als Betreuer arbeiten. Diese Bestimmung hat der Kreis in seinen "Richtlinien zur Förderung der Maßnahmen der Jugendhilfe" berücksichtigt und in einer Broschüre vorgelegt. Sie ist unter "jugendfoerderung-richtlinie" auf der Kreishomepage hinterlegt.

"Ohne Nachweis des erweiterten Führungszeugnisses gibt es für die Jugendarbeit keine finanziellen Zuwendungen mehr", erklärten Michel und Hebgen. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises habe eine Vereinbarung beschlossen, die Vereine verpflichtet, dass Betreuer ihr erweitertes Führungszeugnis einer Vertrauensperson aus dem Verein zur Einsicht vorlegen. Das erweiterte Führungszeugnis erhalten Ehrenamtliche über ihre Stadt oder Gemeinde kostenfrei.

Für weitere Informationen und Fragen kann man sich an seine Gemeindeverwaltung wenden oder sich in der Kreisverwaltung Rat holen. Ansprechpartnerinnen im Limburger Kreishaus sind Silke Arnold, 06431-296804, und Dorothee Valentin, 06431-296363.

zwei Frauen
Silke Arnold (links) und Dorothee Valentin.

 

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