GRÜNE: Windanlagen in Bad Camberg testen

07. Mai 2012
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Seit vielen Jahren haben sich die GRÜNEN für die Nutzung der Windenergie in Bad Camberg eingesetzt. 2006 wurden von privaten Investoren zwei Windkraftanlagen bei Würges an der A 3 errichtet, aber eine weitere Nutzung der Windenergie im Bereich der Autobahn erfolgte bisher nicht. Deshalb suchten die GRÜNEN nach Alternativen, die jetzt in Sicht sind.

Nachdem die Stadt Weilburg mitgeteilt hatte, Windenergie in kleinen Anlagen zu nutzen, besuchten GRÜNE Mandatsträger aus Bad Camberg Anfang Mai die Stadtwerke Weilburg, um sich über die dort geplanten Kleinwindenergieanlagen zu informieren.

Leute stehen um ein Plakat rum
Mandatsträger der Grünen aus Bad Camberg bei den Stadtwerken in Weilburg. Von links nach rechts: Stadtverordnete Dieter Oelke und Hans Jürgen Geller, Kreistagsabgeordnete Sabine Häuser-Eltgen, Ortsvorstandsmitglied Waltraud Schlimm, Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg Korschinsky, Stadtverordnete Heike Hannappel

Die Anlagen werden von der Sternberg AG gebaut. Jörg Korschinsky, Geschäftsführer der Stadtwerke und Thomas Grimm von der Sternberg AG präsentierten in überzeugender Weise die Anlagen, auf die die Sternberg AG ein Patent hat. Es handelt sich um vertikale Windkraftanlagen ohne Räder, die in der Landschaft kaum auffallen, nur einen minimalen Schattenschlag haben und sogar von Fledermäusen als Hindernis wahrgenommen werden. Seit dem Start der Serienfertigung 2011 sind bis jetzt bundesweit 25 solcher Anlagen in Betrieb. Die Stadt Weilburg plant mehrere solcher 9 bis 21 Meter hohen Windanlagen.

Stadtverordneter Hans Jürgen Geller, selbst Diplomingenieur, war von der technischen Realisierung sehr beeindruckt und Fraktionsvorsitzender Dieter Oelke äußerte die Überzeugung, dass die kleinen Windenergieanlagen auch gut in Bad Camberg einsetzbar seien, zum Beispiel bei Aussiedlerhöfen oder bei Pumpanlagen der Wasserwerke. Die GRÜNEN wollen nun parlamentarische Initiativen zur Ermittlung potentieller Standorte und gegebenenfalls zur Installation von Kleinwindanlagen in Bad Camberg ergreifen.

Die grünen Mandatsträger waren auch sehr angetan von den Dienstleistungen der Stadtwerke in Weilburg, die ihre Bürger mit Strom, Gas und Wasser versorgt. Im Gegensatz zur Kurstadt Bad Camberg wird in Weilburg schon sehr lange kein Oberflächenwasser mehr zur Trinkwasserversorgung genutzt.

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Dieter Oelke, Vorstandssprecher
www.gruene-badcamberg.de