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Umweltpreis 2012 - 2.000 Euro - jetzt bewerben

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Ausgezeichnet werden Pflege und Erhaltung von Obstwiesen und Verwertung von heimischen Früchten

Zusammenfassung

Unter dem Motto "Von der Obstwiese auf den Tisch - Pflege, Erhaltung von Obstwiesen und Verwertung von heimischem Obst" hat der Kreistag einen mit 2.000,- Euro dotierten Umweltpreis ausgelobt. Das Preisgeld kann auch geteilt werden.

Teilnehmen kann so ziemlich jeder und alles, was im Kreisgebiet irgendwas macht, das mit dem diesjährigen Motto zu tun hat.

Die Bewerber dokumentieren die von ihnen durchgeführte Maßnahme oder das von ihnen betreute Projekt durch geeignete Unterlagen (Konzepte, Planungen, Beschreibungen, Fotos etc.).

Obstbäume und eine Schafherde auf einer Wiese am Hang
Die Obstwiese prägt unsere Kulturlandschaft: dient Tieren
und Pflanzen sowie einer regionalen und gesunden Ernährung.

Und hier die Ausschreibung in ihrer vollen Pracht

Obstwiesen in der Kulturlandschaft und in ländlichen Gärten sind heute in ihrem Bestand gefährdet. Oft müssen sie anderen Vorhaben, der intensiven Landwirtschaft, oder dem Straßenbau weichen oder werden einfach nicht mehr genutzt und gepflegt. Dabei sind sie überaus wertvoll für viele Bereiche. Nicht nur, dass sie das Bild unserer Kulturlandschaft prägen, sie sind vor allem auch der Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Für viele Vogelarten, wie für Spechte, den Steinkauz, den Gartenrotschwanz oder den Kleiber sind sie ebenso Lebensraum, wie für eine Vielzahl von Fledermausarten, die in der Dämmerung unzählige Insekten jagen.

Wildbienen nutzen die Obstwiese als Weide. Siebenschläfer und Bilche wohnen in Baumhöhlen, Spitz- und Feldmäuse finden Verstecke. Nahrung für die unzähligen Tierarten bildet eine vielfältige Flora, die deshalb dort eine Chance hat, weil Obstwiesen meistens sehr extensiv bewirtschaftet werden.

Aber nicht nur die natürliche Vielfalt ist es, die den Wert von heimischen Obstwiesen bestimmt. Sie haben auch eine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Zahlreiche Menschen möchten sich wieder regional, bewusst und gesund ernähren. Nichts liegt näher, als Gärten und Obstwiesen zu nutzen und damit zur Erhaltung unserer Landschaft, zur Artenvielfalt und zu einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft vor der Haustüre beizutragen. Viele Obstwiesen sind ebenso wie die vielfältigen Gärten verschwunden oder, wenn noch da, so sind sie vernachlässigt und werden oft nicht mehr gepflegt.

Aber dennoch, es gibt sie noch, die Menschen, die die Pflege der Obstwiesen und die Verwertung der Früchte (Apfel, Quitte, Birne, Pflaume, Kirsche, Mirabelle, Reneklode, Beeren, Schlehen, Walnüsse u.v.a.) auf ihre Fahne geschrieben haben. Einige von ihnen kennen die gute und natürliche Ernährung noch von früher. Andere haben heute das Thema neu für sich entdeckt und verfolgen mit Inbrunst und Freude ihr Obstwiesenprojekt. Sie nutzen die Früchte auf zu Herstellung von: Säften, Marmeladen, Kuchen, Wein, Süßspeisen, Trockenobst, Kompott und so weiter.

All das sind gute Gründe, sich im Rahmen der Verleihung des diesjährigen Umweltpreises des Landkreises Limburg-Weilburg diesem Thema zu widmen. Und so lautet das Motto für den Umweltpreis 2012 "Von der Obstwiese auf den Tisch" - Pflege, Erhaltung von Obstwiesen und Verwertung von heimischem Obst.

Initiiert wurde der Umweltpreis vom Kreistag, das Motto wurde vom Ausschuss für Umweltangelegenheiten und Energieversorgung vorgeschlagen. Die Ausschreibung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert. Es kann auch geteilt werden.

Bewerben können sich Einzelpersonen, Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften, Institutionen (auch Schulen und Kindergärten) und juristische Personen, die ihren Wohnsitz im Landkreis Limburg-Weilburg haben und deren Projekt sich auf Flächen oder Projekte im Landkreis Limburg-Weilburg bezieht. Die Bewerber dokumentieren die von ihnen durchgeführte Maßnahme oder das von ihnen betreute Projekt durch geeignete Unterlagen (Konzepte, Planungen, Beschreibungen, Fotos etc.).

Landrat Manfred Michel und der zuständige Dezernent, der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung, rufen alle, die sich auf welche Art und Weise auch immer, mit Obstwiesen, Obstgärten und der Verwertung des heimischen Obstes für eine regionale und gesunde Ernährung beschäftigen, allein, in Gruppen, in Schulen oder in Vereinen, dazu auf, sich zu beteiligen und ihre Beiträge einzureichen.

Die Unterlagen werden vom Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Limburg-Weilburg, Schloss Hadamar, Gymnasiumstraße 4, 65589 Hadamar, entgegen genommen und sollen dort bis zum 31. Juli 2012 vorliegen.

 

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