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Schnelles Internet im ganzen Kreis

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Männer stehen um Stehtische herum und unterzeichnen Verträge

Ganz großer Bahnhof im Limburger Kreishaus! Alle 18 Bürgermeister, eine Bürgermeisterin samt Stellvertretern waren gekommen, um zusammen mit Landrat Manfred Michel und dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung einen wichtigen Vertrag zu besiegeln.

Zusammenarbeit zwischen Städten, Gemeinden und Landkreis

Ganz großer Bahnhof im Limburger Kreishaus! Alle 18 Bürgermeister, eine Bürgermeisterin samt Stellvertretern waren gekommen, um zusammen mit Landrat Manfred Michel und dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung einen wichtigen Vertrag zu besiegeln. Denn mit der Unterzeichnung einer öffentlich rechtlichen Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden sowie dem Landkreis Limburg-Weilburg ist der Startschuss für eine flächendeckende Breitbandversorgung im Landkreis gefallen. Als "einmalig" und "vorbildlich" für das Hessenland hat Landrat Michel diese Kooperation gewürdigt. "Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, an dessen Ziel bis Ende 2016 schnelle und zukunftsweisende Internetanschlüsse für alle 170.000 Kreiseinwohner stehen werden".

Männer stehen um Stehtische herum und unterzeichnen Verträge
Mit Dienstsiegel und Unterschriften wird der Kooperationsvertrag in Kraft gesetzt.
Im Bild links Bürgermeister Wolfgang Erk und Erster Stadtrat Peter Bermbach.

"Was uns hier gelungen ist, kann man mit Fug und Recht als einen großen Wurf bezeichnen", fügte der Landrat an. Dieser großartige Erfolg sei dem Landkreis nicht in den Schoß gefallen. Es habe höchste Anstrengungen gekostet: stundenlange Verhandlungen in unzähligen Sitzungen, Beratungsgespräche, intensivstes Aktenstudium, kurzfristige Dienstreisen von Berlin nach Hannover... Zudem sei die Materie von größter Komplexität. Trotzdem sei in einer Rekordzeit von rund sechs Monaten dieses Mammutvertragswerk unterschriftsreif gewesen und damit der Weg frei, für eines der bedeutendsten Projekte für die heimische Region, ergänzte Manfred Michel. Auch in den Städten und Gemeinden seien mit sagenhaften Elan und Engagement die vielfältigen Beschlüsse gefasst worden. "Diese Form der Kooperation ist in der Kreisgeschichte einmalig und deshalb von größter Bedeutung für die kommunale Familie".

"Wir sind der erste Landkreis in Hessen, der diesen Weg beschreitet. Andere Landkreise bereiten derzeit ebenfalls dieses Verfahren vor. Auch im rheinlandpfälzischen Rhein-Lahn-Kreis verfolgt man sehr aufmerksam unsere Aktivitäten", erklärte Michel Er danke allen 19 Städten und Gemeinden im Landkreis dafür, dass sie sich an der Kooperation beteiligten. Besondere Anerkennung verdienten die Kommunen, die bereits selbst in den Internetausbau investiert hätten. Die 19 Städte und Gemeinden und der Landkreis verpflichten sich mit dem mehrseitigen Vertrag zur Zahlung einer Beihilfe an das Unternehmen, das alle Menschen im Landkreis mit dem schnellen Internet versorgt. Es wird eine Grabenbeihilfe von rund 8,3 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Denn der Ausbau auf dem flachen Land ist für die Telekommunikationsunternehmen nicht unbedingt rentabel. Ein spezieller Dank gebühre dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Beselich, Martin Rudersdorf, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft vorzüglich in die komplizierte Rechtsmaterie eingearbeitet habe und dessen gute Kontakte nach Wiesbaden der kommunale Familie zugute gekommen seien.

Wie geht es weiter?

Derzeit wird per Ausschreibung ein Unternehmen gesucht, das den Ausbau realisiert. Landrat Manfred Michel hofft, bis Ende März den Zuschlag erteilen zu können. Innerhalb von zwei Jahren soll dann im gesamten Landkreis das schnelle Internet verfügbar sein. Das Ziel ist eine Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde an den Verteilerkästen.

Michel erinnerte in diesem Zusammenhang nochmals an die ursprüngliche Planung. Man hätte damals eine GmbH gründen wollen, die dann das Breitband-Netz gebaut hätte. 36 Millionen Euro Investition waren dafür vorgesehen. "Heute bin ich froh, dass wir diesen Weg nicht gegangen sind", sagte Michel. Er gehe davon aus, dass die angepeilte Zuschusshöhe von etwa acht Millionen Euro eingehalten werden könne: "Wir werden wohl eher darunter bleiben." Das Vorhaben sei bereits zur Förderung beim Land Hessen angemeldet. Nun könne der förmliche Antrag gestellt werden, sagte der Landrat abschließend. Der Kreis erwarte einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro.

 

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