Große öffentliche Resonanz für Ideen eines neuen Kurparkstegs

11. Februar 2013
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kleines Logo - ein stilisierter Querschnitt - der Steg überspannt den Graben zwischen Kurviertel und Stadt
50 Tage hatten Bewohner und Gäste Bad Cambergs Gelegenheit, ihre Beurteilungen und Stellungnahmen zu zehn Stegreifentwürfen abzugeben, die Architekturstudierende der Fachhochschule Wiesbaden auf Initiative der Heinz-Stillger-Stiftung erstellt hatten - jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Logo - ein stilisierter Querschnitt - der Steg überspannt den Graben zwischen Kurviertel und Stadt

50 Tage hatten Bewohner und Gäste Bad Cambergs Gelegenheit, ihre Beurteilungen und Stellungnahmen zu zehn Stegreifentwürfen abzugeben, die Architekturstudierende der Fachhochschule Wiesbaden auf Initiative der Heinz-Stillger-Stiftung erstellt hatten. Dabei handelte es sich um spontane Ideen "aus dem Stegreif", bei denen sich die Studierenden von der Lage, der Umgebung und der Funktion eines Stegs über den ehemaligen Stadtgraben im Bad Camberger Kurpark inspirieren ließen.

eine Frau betrachtet die an Raumteiler gehefteten Entwürfe
50 Tage waren die Stegreifentwürfen im Bürgerhaus ausgestellt

Heraus kamen so originelle Entwürfe wie der Holzsteg mit versetzten schmalen Aussichtsplattformen, die an Blattadern erinnern sollen, oder ein Steg, der in den gebogten Stützen die Form der Bögen der Wasserspiele im Kurpark aufnahm. Auch die Verwendung von verschiedensten Materialien, von Holz über Metall bis zu Glasgeländern, wurden in den Entwürfen angedacht. Jetzt wurde die Ausstellung im Foyer des Kurhauses beendet und die parallel dazu initiierte Befragung ausgewertet. Auch die Lichtinstallation entlang dem geplanten Stegverlauf über den ehemaligen Stadtgraben ist vorläufig wieder abgeschaltet.

mit 4 Lichtschläuchen wird der Verlauf der Brücke über die Schlucht vor Ort gezeigt
hier soll der Steg über die Kurparkschlucht führen

Die Mitglieder der "Initiative Kurparksteg" durften sich über 138 schriftliche Rückmeldungen freuen, wobei nur zwei einen Kurparksteg als unnötig ablehnten. Die Initiatoren bedanken sich bei allen, die ihre Meinungen einbrachten. "Besondere Anerkennung gilt dem Stadtbauamt und den Mitarbeitern des Städtischen Bauhofs, die die Lichtinstallation in so eindrucksvoller Weise konstruierten und montierten", so die Organisatoren.

Bei der Auswertung ließen sich zwei Favoriten der Stegreifentwürfe klar erkennen; desweiteren befand sich ein Spektrum von Kommentaren unter den Aspekten Funktionalität, Einfügung in die Umgebung, gestalterischer Aufwand/emotionaler Anspruch, Technik sowie Finanzierung in den abgegebenen Fragebögen. Die detaillierten Ergebnisse werden in Kürze wieder im Kurhausfoyer veröffentlicht.

der Entwurf besteht aus Skizzen und einer Fotomontage des Stegs über die Kurparkschlucht
Dieser Stegreifentwurf für einen Kurparksteg kam bei den Besuchern der Ausstellung im Bürgerhaus am Besten an. Repro: Julia Schlösser (Entwurf-1 als PDF)

Zusätzliche Kommentare zum ästhetischen Erscheinungsbild überwogen bei weitem, zum Teil gepaart mit dem Wunsch, eine "einfache" Version der Brücke anzustreben. Danach folgten die Erwartungen der Kommentatoren hinsichtlich einer angemessenen Einfügung in die von Natur geprägte Umgebung des Kurparks und die Funktionalität, ganz besonders hinsichtlich einer barrierefreien baulichen Ausführung für die in ihrer Bewegung und Mobilität beeinträchtigten Menschen.

der Entwurf besteht aus Skizzen und einer Fotomontage des Stegs über die Kurparkschlucht
Auf Platz 2 landete diese filigran-leichte Idee eines Übergangs über den ehemaligen Stadtgraben. Repro: Julia Schlösser (Entwurf-2 als PDF)

Verbunden mit den Kommentierungen setzt das Ergebnis der Befragung nunmehr wichtige Impulse für die Fortführung des Projekts in der "Initiative Kurparksteg". In ihr sind private Initiatoren mit Bürgermeister Wolfgang Erk und Stadtbaumeister Hans Saufaus gemeinsam tätig. Diese Projektgruppe konnte jetzt, nicht nur als Ergebnis der Befragung, sondern auch aus zahlreichen persönlichen Gesprächen, Anfragen und Erwartungen, ein großes öffentliches Interesse feststellen. Ihre Mitglieder verstehen es als Ansporn zur Verwirklichung des Kurparkstegs in gemeinsamer privater und kommunaler Verantwortung im Sinne von PPP (Public-Private-Partnership). Baldmöglichst einen ausführbaren Entwurf und die dazugehörige Kostenschätzung zu veranlassen, steht vorrangig auf der Agenda. Dafür sollen die verbleibenden Schrifttafeln der Lichtinstallation zwischen KUR und STADT weiterhin ein Zeichen setzen.

"Die im städtischen Investitionsprogramm für 2014 und 2015 vorgesehenen Finanzmittel, über die die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 20. Februar entscheiden wird, sind bereits jetzt eine deutliche Herausforderung an private Förderer und Sponsoren, mit Ideen, Initiativen und Spenden einen deutlichen Beitrag der Kosten zu übernehmen", so die Organisatoren. (js)