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Impressionen vom Höfefest

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Magisch zieht es uns nochmal zu den Wurzelholzkugeln. Der Künstler, oder Handwerker, der Kunsthandwerker halt, erklärt gerade einigen Leutchen wie die Dinger gemacht werden. Ist ne Menge Arbeit. Und Geduld braucht man. Wurzelholzkugeln Die Holzart spielt eine Rolle. Einige Hölzer sind mehrfarbig gemustert, Eiche wiederum wächst langsam und hat daher sehr feine eng zusammenliegende Jahresringe. Die Arbeit beginnt mit dem Ausgraben der Wurzel. Das macht der Kunsthandwerker, passenderweise heißt er Baumgärtner, am liebsten selbst, damit das Holz des Stammes und die daran hängenden Wurzeln nicht beschädigt werden. Von Erde befreit müssen die Baumstümpfe bis zu drei Jahren trocknen, sonst könnte das Holz reissen. Die Kugelform hat er dabei schon grob mit der Motorsäge ausgeschnitten. Ja, wie denn die so gleichmässige Kugel entstehen würde? Das sei mit der Hand fast unmöglich. Wenn man von einer Seite arbeitet und glaubt man habe eine Kugel vor sich, dann ist sie doch in den anderen Ebenen wieder ungleichmässig. Drechseln geht auch nicht. Nein, nicht wegen des Einspannens, wie ich vermute, vielmehr wegen der Unwucht, die das Werkstück bei hoher Drehzahl aus der Verankerung reissen würde. Er hat dafür eigens eine Machine gebaut, die in Kombination von einem langsam drehenden Werkstück mit einem schnell drehenden Werkzeug... Egal, jedenfalls ist das Ergebnis eine vollkommene Kugelform. Und jede Kugel ist ein Unikat. Mehr Info und viele Fotos gibt's auf der Homepage von Thomas Baumgärtner.