Späte Spuren - einen Vater hatte ich auch

21. Februar 2014
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"Späte Spuren - einen Vater hatte ich auch" von Renate Blauth

Das Buch erzählt von den Schattenseiten und vom Glück, von den dunklen und heiteren Stunden im Leben der Autorin, die sich fast 70 Jahre nach dem Ende des II. Weltkriegs aufmacht, ihren vermissten Vater aufzuspüren, der Opfer eines politischen und militärischen Irrsinns wurde, wie Millionen andere Männer mit ihm.

Aufgewachsen als Kriegswaise, bleibt ihr nur die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater, die sie ein Leben lang begleitet. Sie findet erste Hinweise, erste Verbindungen: der Vater ein Flieger, Wunstorf, der Fliegerhorst Vechta, die Mutter ein "Blitzmädel", eine Luftwaffenhelferin. Ein Artikel in der Tageszeitung, in der OV, bringt weitere Spuren, nach und nach lassen sich die Geheimnisse der Vergangenheit lüften.

Der Weg führt in einen Stadtteil von Bad Camberg, in dem Renate Blauth in der Folge ihrer Nachforschungen einen Halbbruder entdeckt und auch mit offenen Armen in der Nachkommenschaft ihres Vaters aufgenommen wird. Auf viele Fragen gibt es Antworten, andere werden für immer offen bleiben. So ist das Buch "Späte Spuren - einen Vater hatte ich auch" eine ganz persönliche und in vielen Teilen sehr emotionale Reise durch eine Familiengeschichte. Die freudigen, nachdenklichen und auch bitteren Stunden der Aufarbeitung haben die Autorin verändert. Doch eins ist gewiss - am Ende hat sie ihren inneren Frieden gefunden.

Renate Blauth, geboren 1942 in Vechta, aufgewachsen in Dinklage, studierte Lehramt an der pädagogischen Hochschule in Oldenburg und unterrichtete viele Jahre an einer Grundschule in Wilhelmshaven. Heute lebt sie in Wildeshausen. Auf der Suche nach späten Spuren ihrer Kindheit ist der Stoff für ihr Buch zusammengekommen.

Renate Blauth
Späte Spuren - einen Vater hatte ich auch
Geest-Verlag 2013
ISBN 978-3-86685-414-7
444 S., 14.80 Euro