Singen - bezahlt oder kostenlos?

19. Januar 2011
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Nein, es geht nicht darum, dass man für das Singen Geld bekommt, sondern darum, dass man nur Singen darf, wenn man Gebühren dafür bezahlt.

Wie? Was? Blödsinn, da will uns wer verscheissern... ...Nein, will er nicht.

Es geht um Kindergärten, Schulen, Vereine und andere Institutionen, die nach Liederbüchern oder Notenblättern mit ihren Kindern singen.

In der Vergangenheit war es vielerorts üblich, ein Liederbuch zu kaufen oder von zuhause mitzubringen und einzelne Lieder einfach zu kopieren. Irgendwer hat aber als Urheber oder Verleger der Notenblätter das Urheber- und Verwertungsrecht. Das Kopieren war also schon immer rechtlich nicht sauber, denn nur Privatkopien sind durch die Pauschalabgaben auf Kopierer und andere zur Vervielfältigung geeignete Geräte und Medien abgegolten.

Die VG Musikedition, vertreten durch die GEMA, tolerierte diese Vorgehensweise bisher stillschweigend mehr oder weniger. Mittlerweile hat sie jedoch damit begonnen, auch noch diesen Bereich abzukassieren und Angebote über Kopierlizenzen zu verschicken. Auch wenn jetzt viel von moralischer Verwerflichkeit und Abzocke die Rede ist - im Grunde sind sie im Recht. Schließlich schreiben und verlegen sich Notenblätter und Liederbücher nicht von alleine...

Welche Möglichkeiten bleiben den Leuten, die mit Kindern singen wollen?

oder

  • gemeinfreie Notenblätter besorgen, die beliebig oft kopiert werden dürfen.

Diese Noten sind entweder ganz frei oder stehen unter der Crative Commons Lizenz "cc-by-sa", das heißt, man darf sie kostenfrei und beliebig oft kopieren, solange man den Urheber nennt bzw. den Hinweis auf den Urheber nicht entfernt.

Im Internet bin ich bisher über zwei Webseiten gestolpert, die eine Menge Lieder zum legalen kostenlosen Herunterladen bereitstellen:

Gemeinfreie Notenblätter für Kinder- und Weihnachtslieder
von www.kinder-wollen-singen.de

Gemeinfreie Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder
von musik.klarmachen-zum-aendern.de

Alle Angaben ohne Gewähr und zu rein informativen Zwecken - dies kann, will und darf keine Rechtsberatung sein. Auf den angegebenen Webseiten findet man viele Informationen, und auch eine Googlesuche liefert weitere interessante Artikel zu diesem Thema.