Bundespolizei Computervirus

12. September 2011
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Der "BKA-Virus" oder "Bundespolizei-Virus" ist nicht nur lästig - da versuchen Verbrecher ahnungslose Leute um ihr Geld zu betrügen.

Seit April kommt es bundesweit immer wieder zu Bildschirmeinblendungen bei Internetnutzern, die den Bildschirm blockieren. In der Bildschirmmeldung steht "Bundespolizei" oder "Bundeskriminalamt" und der Nutzer wird aufgefordert, einen Geldbetrag von 100 EUR oder mehr über Prepaid-Zahlsysteme "Ukash" oder "Paysafe-Card" zu zahlen. Danach würde der PC angeblich wieder frei geschaltet. Die geforderte Geldzahlung ändert natürlich nichts am Zustand des blockierten Computers, sondern bereichert nur den kriminellen Absender.

Das besonders aggressive Computervirus ist inzwischen in mehr als zehn unterschiedlichen Varianten aufgetreten. Sie sind alle ähnlich aufgebaut und werfen dem PC-Nutzer vor, eine "illegale Aktivität" gegen deutsche Rechtsvorschriften ausgeführt zu haben.

Infizieren kann man sich zum Beispiel beim virtuellen Besuch von Filmportalen oder Pornoseiten, die auch illegale Downloads anbieten. Auch bei sozialen Netzwerken sollte man beispielsweise vorsichtig umgehen mit der Frage "Bist du das auf dem Bild?". Hier haben schon einige User geklickt, ohne zu wissen, mit wem sie eigentlich Kontakt haben, und dabei das Virus aktiviert.

Im Landkreis Limburg-Weilburg gab es bislang etwa 30 Fälle dieser Datenveränderung in Verbindung mit dem Versuch, Geld zu erpressen. Bearbeitet werden diese Straftaten im Polizeipräsidium Westhessen, dem dortigen Zentralkommissariat zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

Die Polizei rät in solchen Fällen:
1.Nicht bezahlen!
2.Strafanzeige bei der Polizei erstatten.
3.Virus von einem Fachmann entfernen und Programme neu installieren lassen.

Infos zum Thema bietet auch ein Themenschwerpunkt der Computerzeitschrift "Chip".