Drehscheibe Camberg

Bad-Camberg.Info

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Veranstaltungshinweise Die Bahnhofstraße - die Stadt öffnet sich

Die Bahnhofstraße - die Stadt öffnet sich

E-Mail Drucken

verkleinertes Plakat zum Vortrag Die Bahnhofstraße - die Stadt öffnet sich

Nach der großen Resonanz der visuellen Präsentation zur Bahnhofstraße vom März dieses Jahres und auf vielfachen Wunsch werden die beiden Stadthistoriker Michael Traut und Manfred Kunz, mit dem Verein Historisches Camberg, am Dienstag, dem 20. November 2012 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus "Kurhaus Bad Camberg" ihre visuelle Präsentation zur Bahnhofstraße nochmals anzubieten

Das 19. Jahrhundert mit seinen technischen Neuerungen ging auch an Camberg nicht spurlos vorüber. Es hat die Lebensverhältnisse der Bürger grundlegend verändert, wie keine andere Epoche. Seit 1830 veränderte die Stadt ihr mittelalterliches Aussehen, als im damaligen Dombacher Weg und in der Limburger- und Frankfurter Straße die ersten Häuser errichtet wurden.

Bahnhof Camberg um 1877
Bahnhof Camberg (Nassau) um 1877
(nach zeitgenössischen Originalen rekonstruiert von Helmut Rudolph)

aktuelles Foto vom Bahnhof Bad Camberg
Der Bahnhof Bad Camberg heute
Der große wirtschaftliche Aufschwung kam mit der Planung und dem Bau der Bahnlinie der Hessischen Ludwigsbahn durch den Goldenen Grund. Camberg bekam einen Bahnhof, der weit ab von der Stadt lag. Die heutige untere Bahnhofstraße war eine Landstraße, die nach Beuerbach führte. 1870 begannen die Planungen für den neuen "Bahnhofsweg" zum neuen Bahnhof, wo sechs Jahre später die ersten Züge einfuhren. Langsam entwickelte sich die Bahnhofstraße im unteren Bereich zu einer Geschäftsstraße, im oberen Teil zum ersten Camberger Gewerbegebiet.

Teil einer alten Postkarte mit Motiv Bahnhofstraße um 1900
Die Bahnhofstraße auf einer Postkarte um 1900

Am Kirchplatz, wo die ersten Teile der Stadtmauer fielen, geht die visuelle Präsentation zur Kreuzung der B8 mit ihrer Ampelanlage. Das Gasthaus "Zur Eisenbahn", der "Nassauer Hof" als Absteige der Fuhrleute, Geschäfte, ein Fuhrbetrieb mit 15 Pferden, eine Steinmetzwerkstatt die alte Post, das E-Werk oder die erste Camberger Eisdiele waren Einrichtungen mit ihrer eigenen Geschichte.

Häuser in der unteren Bahnhofstraße
so sahen die Häuser in der Bahnhofstrasse 1950 aus

Über dem Emsbach gab es die Brauerei, eine Anzahl von Feldbrennereien für Backsteine, bis hin zur "Chips-Fabrik", wo die ersten Kartoffelchips für Deutschland geröstet wurden. Fünf hohe Fabrikschornsteine standen im Bereich der Straße, von deren Betrieben berichtet wird. Auch die Wohnhäuser mit ihren verschiedenen Baustilen aus mehr als 100 Jahren zeigen (oder zeigten!) ihr eigenes Aussehen, auf deren Geschichte eingegangen wird. Endpunkt ist der Bahnhof mit den ehemaligen Hotels "Zum Deutschen Kaiser" und dem "Bahnhofs-Hotel". Auch ein Blick über die Bahngleisen mit der Bauernhalle, dem Ringofen oder der Molkerei sind dabei.

zwei Fotos von den Häusern in der unteren Bahnhofstraße
der untere Bereich der Bahnhofstrasse 1950 und heute

Für die älteren Bad Camberger werden viele Erinnerungen geweckt, doch auch den Jüngeren wird sich einiges zeigen, an dem sie seither achtlos vorüber gingen.

Blick von der Stadtkirche über das Häusermeer der Bahnhofstraße bis zum Bahnhof
Heute ist das Gebiet der Bahnhofstraße vollständig bebaut.

Weiter Fotos und interessante Informationen findet man im Veranstaltungshinweis zur Führung im Oktober.

Plakat zum Vortrag Die Bahnhofstraße - die Stadt öffnet sich