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Verantwortung für leidgeprüfte Menschen

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"Offen sein für das Leid der Mitmenschen: unsere gesellschaftliche Mitverantwortung" - so heißt das Thema des Ökumenischen Montags-Treffs am 16. April 2012.

Referent und Gesprächs-Partner dafür ist Dr. Dr. habil. J. Georg Schütz aus Aschaffenburg, Ökumene-Referent i. R. der Deutschen Bischofskonferenz und stellvertretender Diözesan-Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Würzburg.

Oft werden Alter, Pflege, Krankheit, Leid unter den Gesichtspunkten der Finanzierbarkeit und der Kostendämpfung diskutiert. Aus christlichem Glauben heraus bleibt aber der Mensch in jeder Phase seines Lebens ein von Gott geliebtes Geschöpf, hat eine unverlierbare Würde. Auch dem Alter und dem Leid einen Sinn zu geben und dies allen Mitmenschen nahe zu legen, ist eine gesellschaftliche Verantwortung. Die Idee der Menschenwürde hat tiefgreifende historische Wurzeln im Judentum und im Christentum. Zur Achtung der Menschenwürde gehört es unabdingbar, dass ein Mensch als Person geachtet und nicht wie ein Gegenstand behandelt wird.

Pflegerin gibt alter Frau Medikamente
Auch im Alter und bei Krankheit muss die Würde des Menschen geachtet werden.
Dabei darf es keine Rolle spielen, in welcher Verfassung der Mensch ist: ob gesund oder krank, leistungsfähig oder hilflos, jung oder alt; die Achtung als Person gebührt dem Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, Religion unter allen Umständen. Sie ist im Grundgesetz (Artikel 1 Absatz1) geschützt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Dies hat unmittelbare Folgen für die medizinisch-pflegerische und gesellschaftlich-mitmenschliche Versorgung. Sie darf dem Menschen, der Behandlung und Fürsorge benötigt, nicht vorenthalten werden.

Die Achtung der Menschenwürde verbietet es, an irgendeinem Punkt zu sagen, etwas lohne sich nicht mehr oder darauf komme es in dem gegebenen Krankheitsstadium oder Pflegezustand nicht mehr an. Es geht in erster Linie nicht um weit verbreitete Klagen und Kritiken über mangelnde Einrichtungen und Durchführungen der Pflege, sondern um die Empfindsamkeit und um die Qualität mitmenschlicher Verantwortung für leidgeprüfte Menschen heute, besonders, wenn diese mitmenschlicher und gesellschaftlicher Hilfe bedürfen.

Das Treffen mit Dr. Schütz findet von 19.30 Uhr bis etwa 21.30 Uhr im Bad Camberger Hotel "Haus Pohl", Parkstraße 9 (Badehausweg, am Boule- und Minigolfplatz, in der Nähe der Kliniken und der Kurheime), statt. Dazu lädt die ökumenische Basisgruppe ACTION 365 alle Kur- und Reha-Patientinnen und-Patienten, andere Gäste und die einheimischen Frauen, Männer und Jugendlichen bei freiem Eintritt herzlich ein. Jede teilnehmende Person kann eigene Erfahrungen, Fragen, Meinungen und Anregungen einbringen. Ganz besonders willkommen sind diesmal auch Menschen aus medizinischen und pflegerischen Berufen und aus der Sozialpolitik.

Action-365 Bad Camberg

 

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