Kunst im Park

16. Juni 2013
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Erstmals wollen sich über 20 heimische Künstler mit ihren Werken und ihrem künstlerischen Wirken beim Kneipp-Erlebnistag am 16. Juni 2013 im gesamten Kurpark von Bad Camberg verteilt mit "Kunst im Park" präsentieren.

Wer und was steckt hinter "Kunst im Park"?

Sitzbank mit einer aus Holz geschnitzten lebensgrossen Frau im Kurpark Bad Camberg Ich weiss, dass sich Simone Kegler im Stadtbauamt mit diesem Thema beschäftigt. Insbesondere dachte ich dabei an die Figuren im Kurpark, z.B. die "Isollte" von Ilka Fanta, neben der man Platz nehmen kann oder an die "Kaputte Bank", wegen der immer wieder Leute nachfragen, wann die dann endlich repariert würde...

Die jetzige Aktion zum Kneipperlebnistag läuft zwar im Rahmen dieser "Kunst im Park", aber es steckt viel mehr dahinter, als der knappe Hinweis vernuten lässt. Aus einer spontanen Idee ist eine richtige Kunstausstellung mit mittlerweile über 20 heimischen Künstlern geworden. Angeleiert hat das Ganze die Camberger Malerin Ulla Frühwirth - und ihre Idee traf bei der Stadt- und Kurverwaltung auf offene Ohren. Leider ist wegen der ganzen Organisations- und Vorbereitungsarbeiten die Öffentlichkeitsarbeit noch nicht richtig ins Rollen gekommen. Deshalb hier einige Infos, die bis zum Wochenende noch ergänzt werden.

Was gibt's denn im Kurpark zu sehen?

Im Bad Camberger Kurpark werden beim Kneipperlebnistag Malerei mit verschiedenen Materialien und in verschiedenen Stilen zu sehen sein. Ausserdem Skulpturen, darunter auch Feuerskulpturen und andere Objekte. Und es gibt eine Mitmach-Aktion mit "Wundertrommeln". Wundertrommeln? Ja, Wundertrommeln. Hat aber nix mit Musik zu tun - was es ist, steht weiter unten in diesem Beitrag.

Stadtplanausschnitt mit den eingezeichneten Attraktionen im und beim Kurpark
(Plan groß anzeigen)

Wer macht mit?

Dabei sind viele Künstler aus Bad Camberg, aber auch einige aus der näheren Umgebung:

Infos & Impressionen - eine bunte Mischung...

Susanne Messer

Susanne Messers beschäftigte sich schon früh mit Kunst im Allgemeinen und Malerei im Besonderen. In zahlreichen Seminaren und Akademien hat sie im Laufe der Jahre umfangreiche Kenntnisse in verschiedenen Techniken der Malerei erworben. Seit nunmehr 10 Jahren arbeitet S. Messer als Dozentin für Acrylmalerei in der Erwachsenenbildung der VHS Limburg-Weilburg und betreibt seit November 2011 ein eigenes Atelier mit Galerie u. Unterrichtsraum in Bad Camberg. Zahlreiche Einzel- u. Gemeinschaftsausstellungen im Raum Limburg/ Weilburg, Köln u. Montpellier. Zuletzt gemeinsame Projekte mit Armin Höhler in Idstein, Bad Camberg und Weilburg, 2013 Biennale de l`Europe de Lyon. S. Messer ist Mitglied der Künstlergruppe "Lahn-Artists Limburg e.V., sowie des Vereins für Kunst u. Kunstförderung Amthof-Galerie Bad Camberg. Mehr Info und viele Fotos gibt's auf www.susannemesser.de.

ein Gebirge
Susanne Messer - Gebirge III

eine Herde Pferde im Galopp
Susanne Messer - Im Galopp

Armin Höhler

Armin Höhler, gelernter Schmied, fertigt seine kinetischen Metall-Skulpturen aus Schrott und Altmetall nach eigenen Entwürfen an. Lebensbejahende Beweglichkeit und Hinweise auf die Endlichkeit unseres Daseins begegnen sich hier regelmäßig. Das gilt im gleichen Maße auch für die Objekte aus dem aus der hiesigen Region stammenden Diabas. Die Bildhauerei hat er in mehreren Bildhauer-Seminaren an unterschiedlichen Orten erlernt. Seither hat er erfolgreich an zahlreichen Ausstellungen und Land-Art-Projekten teilgenommen. Jährliches Gemeinschaftsprojekt mit der Malerin Susanne Messer zur Veranstaltungsreihe "t(art)-Orte" in Idstein. 2013 Teilnahme an Bienale de l`Europe de Lyon. Armin Höhler ist Mitglied der Künstlergruppe "Lahn-Artists Limburg e.V." Mehr Infos und ne Menge Fotos gibt's auf www.arminhoehler.de.

Flammen schlagen aus einem Gemälde
Armin Höhler - Selbstportrait

Flammen schlagen aus einem Gemälde
Armin Höhler - unbenannt

Flammen schlagen aus einem Gemälde
Armin Höhler - unbenannt

Carola Julia.ne Weiser und Karolina von Karlo Kampos

Passfotos der beiden Künstlerinnen

Die beiden Künstlerinnen sind Gründerinnen des Kunst- und Kulturvereins KAROLINENHOF-WELT. Der Verein engagiert sich besonders in sozialen Projekten.

drei Werke in rot und grau

Die Künstlerinnen benutzen verschiedene Materialien und Techniken, Acryl einzeln und in Kombination mit Fotografien sowie Pasten und Quarzsand in verschiedenen Farben. Um eine dreidimensionale, raue Struktur zu bewirken, tragen sie die Materialien in verschiedener Stärke auf. Die Themen, welche die beiden bearbeiten, sind mehr als bekannt, doch werden sie hier neu interpretiert, auf ganz besondere Art und Weise. Es treffen zwei grundsätzlich unterschiedliche, in Bilder umgesetzte, Lebensanschauungen aufeinander

zwei Werke in rot und schwarz

Neben der Einzelwirkung der Bilder hat die Abfolge der Bilder und ihre Konstellation eine Wirkung aufeinander. Die Künstlerinnen benutzen das Zusammenspiel bewusst als verstärkendes Element.

zwei Werke in rot und anderen bunten Farben

Kerstin Schulze Dieckhoff

Die in Idstein-Wörsdorf lebende Malerin und plastisch arbeitende Künstlerin Kerstin Schulze Dieckhoff hat etwas getan, was kaum ein Künstler über's Herz bringt - um "neue Räume gestalten zu können" hat sie ihre Bilder, die sie gewissermaßen an die Vergangenheit gebunden haben, rituell an dem Platz, an dem sie entstanden waren, dem Feuer übergeben. "Mit meinen Handlungsweisen stelle ich so manche verquere Hochachtung vor Kunst bewusst in Frage und zur Diskussion". Einen schönen Bericht mit weiteren Werken von Kerstin Schulze Dieckhoff hat Susanne Gross im Online-Magazin von Erhard Metz veröffentlicht unter dem Titel "Aus Anfang und Ende ein Kreis".

Flammen schlagen aus einem Gemälde
Kerstin Schulze Dieckhoff - Feuerbild

zwei rote Schmetterlinge vor einem grünen Hintergrund in dem schemenhaft eine Frau zu erkennen ist
Kerstin Schulze Dieckhoff - Schmetterlinge vor Frau

Kristin Rasmussen

"In nahezu all meinen Bildern findet sich in gewisser Weise ein Stück von mir selbst - Ein Gefühl, eine Lebenseinstellung, ein Wunsch... Gleichermaßen versuche ich gerne, auch dem Betrachter viel Freiraum zu geben, etwas von sich in meinen Bildern zu entdecken". Mehr auf "www.zart-besaitet.jimdo.com".

ein Mädchen im weissen Kleid sitzt betrachtend vor einem Baum mit rosa Blättern
Kristin Rasmussen - "Zarter Frühling" (ca. 50 x 70 cm)

eine nackte Frau sitzt mit verschränkten Beinen vor einem violetten Hintergrund
Kristin Rasmussen - "Windhauch" (ca. 50 x 60 cm)

ein Schmetterling flattert über einer schlafenden Frau
Kristin Rasmussen - "Metamorphose" (ca. 50 x 70 cm

Heike Friederici

ein verwirbeltes Bild in Rottönen
Heike Friederici - Innovation+Integration
"Ich male, weil ich gerne mit Farben und Formen spiele.
2002 habe ich begonnen, Emotionen in Bildern auszudrücken."

ein Seidentuch hängt an Bäumen
Heike Friederici - Seidentuch

Günther Strutzig

ein Mann steht hinter dem Tresen und malt etwas auf einem Block
Viele Fotos von Günther Strutzig, seinem Atelier und seinen Bildern gibt's auf www.scheuergalerie.de.

Meo

ein farbenfrohes Bild mit Glasfarbe auf Holz
Meo - ohne Namen, 100x70

ein farbenfrohes Bild mit Glasfarbe auf Holz
Meo - Begierde2, Collage mit Glasfarbe, 115x83

Feuer und Stahl

Skulptur mit brennendem Feuer darin
(Foto groß anzeigen)
Taru Wünschmann kreiert Feuerskulpturen - richtig mächtige Gebilde aus Stahl zusammengeschweisst, bis zu 2 Meter hoch. Und das Feuer wird dann in den Skulpturen angezündet.

Taru Wünschmann gibt sein Wissen gerne weiter - er veranstaltet regelmässig Schweißer-Workshops: Feuerschalen, Skulpturen, originelle Pflanzenranker, Obelisken, Namens- und Hausnummernschilder oder auch Reparaturschweißungen.

Die Umsetzung der Teilnehmer-Ideen und der kreative Schaffensprozess stehen im Vordergrund des Workshops. Natürlich bringt er unerfahrenen Teilnehmern auch die Technik des Schweißens und der Metallverarbeitung bei.

ein Schweisser schweisst an einer Skulptur

Spiel-Aktion "Wundertrommel"

ein Junge schaut euf eine Wundertrommel Was ist eine "Wundertrommel"? Das ist so eine Art antikes Kino. Oder ein rundes Daumenkino. Funktioniert genau wie ein Kinofilm, nur nicht so lang. Oder ein "animated GIF". Im Prinzip eine Abfolge von Einzelbildern, die schnell hintereinander abgespielt ein bewegtes Bild, also ein Filmchen ergeben. Bei der Wundertrommel sind die Einzelbilder auf einem Papierstreifen aufgemalt, und durch die Drehung der Trommel sieht man durch die Schlitze oben in der Trommel die Einzelbilder schnell hintereinander, wenn man die Trommel dreht. Aber was soll ich lange reden, beim Kneipp-Erlebnistag am Sonntag, kann man sich das LIVE ansehen. Und nicht nur ansehen - man kann auch selbst einen Bilderstreifen malen und in die Wundertrommel einsetzen. Möglich macht das Illuminago aus Bad Camberg mit Workshops um 11 und 14 Uhr, jeweils ca. 1 Stunde (begrenzte Teilnehmerzahl).

Plakat mit dem Text und einem Foto einer alten Wundertrommel

tArt-Orte

Günther Strutzig, Kristin Rasmussen, Susanne Messer, Heike Friederici (bei tArt-Orte als Heike Friedrich), Armin Höhler (zusammen mit Susanne Messer) und Britta Röll haben an der Kult(o)ur-Erlebnis-Reihe "tArt-Orte" mitgewirkt. Eine kurze Beschreibung der Künstler findet man im Beitrag "tArt-Orte 2013" hier auf der Website im Archiv.