Kino im Kurhaus am 12. Oktober 2016

12. Oktober 2016
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"Kino im Kurhaus" zeigt am Mittwoch, 12. Oktober 2016, wieder zwei aktuelle Kinofilme im Bürgerhaus "Kurhaus Bad Camberg".

- nur Abendkasse - kein Kartenvorverkauf -

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Die Nachmittagsvorstellung

CONNI & CO - 16.00 Uhr Eintritt 5,-

Für die zwölfjährige Conni (Emma Schweiger) geht die siebte Klasse leider ziemlich schlecht los: Weil ihre alte Schule geschlossen wird, muss sie auf eine neue wechseln. Das bedeutet eine ziemliche Umstellung und neue Kameraden wollen erst gewonnen werden. Das ist aber nichts im Vergleich dazu, dass sie ihren zugelaufenen und heißgeliebten Hund Frodo nicht behalten darf. Denn der kleine Vierbeiner heißt eigentlich Laurentius und gehört dem rücksichtslosen Schuldirektor Möller (Heino Ferch). Und der genießt nicht nur einen zweifelhaften Ruhm, weil er seinen Schülern das Leben zur Hölle macht, wo er nur kann - er ist auch noch ein ziemlich fieser Tierquäler. Für Conni und ihre Freunde ist klar, was sie jetzt zu tun haben: Sie müssen den armen Frodo aus den Fängen von Direktor Möller befreien und mit viel Mut und reichlich Erfindungsgeist stürzen sie sich in ein spannendes Abenteuer.

Zeichentrickfigur im Weltraum

Ähnlich wie bei Harry Potter haben auch bei der deutschen Kinderbuchfigur Conni (nicht zu verwechseln mit der Pferdenärrin Conny mit Ypsilon!) die jungen Leserinnen und Leser die Chance, gemeinsam mit ihrer Heldin aufzuwachsen. 1993 erschien mit "Conni kommt in den Kindergarten" das erste Pixi-Buch mit der damals sehr jungen Heldin, in dem Grundschullehrerin Liane Schneider noch die Erlebnisse ihrer eigenen Tochter Cornelia schilderte. Mittlerweile gibt es mehrere Buchreihen, die jeweils ein spezielles Lesealter ansprechen, darunter "Conni & Co" für die "ab 10"-Jährigen. Ein ähnliches Publikum spricht nun auch der erste Conni-Kinofilm an, in dem es um Themen wie Tierliebe, (nicht sehr drastisches) Mobbing, Freundschaft und Zusammenhalt geht. Mit Franziska Buch ("Emil und die Detektive", "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen") führt bei "Conni & Co." eine echte Kinderfilmexpertin Regie: Das Ergebnis ist ein sympathischer, gar nicht blöder Kinderfilm, der auch die erwachsenen Begleitpersonen bei Laune hält - und nur dann kleinere Schwächen offenbart, wenn man ganz genau hinsieht.

D 2016, R.: Franziska Buch, D.: Emma Schweiger, Oskar Keymer, Ken Duken, 104 Min., ab 0 J.

Homepage zum Film

Die Abendvorstellung

FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI - 19.30 Uhr - Eintritt 6,-

Für sein Kinodebüt "Irène" erhielt der französische Regisseur Ivan Calbérac 2003 eine César-Nominierung für das beste Erstlingswerk. Mit "Frühstück bei Monsieur Henri" adaptiert Calbérac nun sein eigenes Boulevard-Theaterstück aus dem Jahr 2013, was sich in den geschliffenen Dialogen und Rededuellen widerspiegelt, die die Generationenkomödie entscheidend prägen. Mit französischer Leichtigkeit und der zündenden Chemie zwischen dem französischen Altstar Claude Brasseur ("Die Außenseiterbande") und der schweizerischen Newcomerin Noémie Schmidt gelingt eine leichte, dialogreiche Komödie, die charmante Unterhaltung bietet.

eine Frau auf dem Schoß eines Mannes

Monsieur Henri (Claude Brasseur) ist ein Griesgram, wie er im Buche steht. In einem fort echauffiert sich der verwitwete Rentner über Gott und die Welt, insbesondere über seinen Sohn Paul (Guillaume de Tonquedec) und dessen Frau Valérie (Frédérique Bel), die er für eine dumme Gans hält. Weil Henri gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe und sein Pariser Apartment für eine Person viel zu groß ist, vermietet sein Sohn gegen den Willen des Alten eins der freien Zimmer. Als dann ausgerechnet die junge Studentin Constance (Noémie Schmidt) an der Türschwelle steht, für Henri ein Inbegriff der unfähigen und verlotterten Jugend, lässt der ehemalige Buchhalter die junge Mitbewohnerin freilich nur zähneknirschend einziehen. Sein Unwille bestätigt sich, wenn Constance dreist seine Pantoffeln okkupiert, sich ohne Erlaubnis ans Klavier der verstorbenen Frau setzt oder die Ordnungsliebe des Hausdrachen anderweitig unterwandert. Doch dann kommt dem Alten eine perfide Idee, mit der er seine verhasste Schwiegertochter Valérie (Frédérique Bel) los werden könnte: Constance soll Paul so lange bezirzen, bis dieser seiner Frau den Laufpass gibt. Im Gegenzug darf Constance ein halbes Jahr lang mietfrei in ihrem Zimmer wohnen. Also schiebt die chronisch abgebrannte Studentin ihre moralischen Einwände beiseite und verdreht dem ahnungslosen Paul mit den Waffen der Frauen den Kopf. (Christian Horn)

Frankreich 2015, Regie: Ivan Calbérac, Darsteller: Claude Brasseur, Guillaume de Tonquedec, Noémie Schmidt, Frédérique Bel, Thomas Solivéres, Valérie Kéruzoré, 98 Min., ab 0 J.

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