Geh am besten davon aus, dass alles, was du in den Weiten des Web findest dem Urheberrecht und jeder Menge anderer Gesetze unterliegt. Das Urheberrecht entsteht übrigens schon durch das Erschaffen eines Werkes. Eine Anmeldung oder eine Kennzeichnung ist nicht erforderlich.
Weiter Begriffe sind Wiedergabe, Vervielfältigung, Verwertung, Aufführung, Bearbeitung, also alles das, was man mit einem Werk anstellen kann. Vieles, was im privaten Rahmen erlaubt oder durch Pauschalabgaben abgegolten ist, unterliegt im öffentlichen Rahmen ganz anderen Gesetzmäßigkeiten.
Bevor du irgend etwas auf deiner Seite verwendest, solltest du dir grundsätzlich überlegen, ob das frei von fremden Rechten ist. Besonders kritisch sind Bilder, Musikstücke, Videos und Landkarten. Aber auch fremde Texte darf man nicht einfach kopieren.
Bei Fotos von Events, die dritte geschossen haben (zB auch ein Gooseweb-Fotograf), immer die Erlaubnis einholen. Eure eigene Musik dürft ihr verwenden, aber schon bei Covermusik hört der Spass auf. Selbst wenn ihr die ausführende Band seid, liegen die Rechte an dem Stück beim Komponist und Textdichter. In dem Fall kann man über die GEMA eine Lizenz zur Verwendung auf der Website erwerben (gegen Kohle, versteht sich).
Gerne wird mal zur Anfahrt-Beschreibung ein Ausschnitt aus einer Landkarte von einer anderen Website, einem Automobilclub oder einem Routenplaner dazugesetzt. Das kann teuer werden, denn das machen nicht nur Leute, die einen Rockabend oder eine Disco-Party veranstalten, sondern auch Vereine, Firmen und viele andere. Die Landkarten-Verlage sind ständig auf der Suche nach unberechtigten Nutzern, denn schliesslich bieten sie selbst ihre Karten zur Nutzung auf Websiten an (natürlich auch gegen Kohle). Manche Verlage erlauben die Verwendung auf privaten Seiten. Aber auch hier bitte nicht einfach kopieren. Meist muss man sich anmelden, kann dann einen Kartenausschnitt konfigurieren und bekommt den Code angezeigt, den man auf seine Homepage kopieren kann.
Auch Videos sind nicht ganz unproblematisch, selbst wenn es welche von eigenen Gigs sind, Stichwort Coversongs. Oder Fernseh-Mitschnitte, im Privatbereich kein Problem, dürfen nicht öffentlich vorgeführt oder zum Download bereitgestellt werden.
Jetzt könnte ein spitzfindiger Mensch auf die Idee kommen, beispielsweise ein fremdes Foto oder ein Video nicht auf seine Website zu kopieren, sondern einfach als Quelle des Bildes die URL des Objekts auf der fremde Seite anzugeben. Vergiss es, sobald das Foto oder Video innerhalb deiner Seite erscheint, ist es eigener Inhalt, egal wo es gespeichert ist. Genausowenig kann man das Gesetz dadurch umgehen, dass man kopierte Fotos bei einem Image-Hoster hinterlegt.
Wenn ihr also etwas in diese Hinsicht auf eure Seiten stellen wollt, macht es so, dass euch keiner an den Karren pinkeln kann.
Ganz beliebt der Spruch mit dem Urteil des Hamburger Landgerichts. Absoluter Blödsinn, denn das Landgericht hat da jemanden verknackt, weil er beleidigenden Äusserungen ganz gezielt auf seiner Homepage verlinkt hat, um jemand eins auszuwischen. Das Landgericht hat ganz im Gegenteil festgestellt, dass ein Disclaimer den Typ nicht von der Haftung befreien kann. Trotzdem wird der Text tausendfach kopiert.
| Name | Info |
|---|---|
| "Wirksamkeit von Disclaimern" von Christoph Schneegans |
Der Verfasser hat auf seiner Homepage Infos und Links zum Thema zusammengetragen, auch einen Link zum Urteilstext des
Hamburger Landgerichts. Er weist darauf hin, dass der o.a. Disclaimer für den Website-Betreiber sogar gefährlich werden kann.
schneegans.de/web/distanzierung-von-links |
| Daniel Rehbein zum Urteil des Landgerichts Hamburg |
Ausser zum Disclaimer nimmt Daniel Rehbein grundsätzlich Stellung zur Frage der Linksetzung und verdeutlicht die Problematik
durch Vergleiche mit Vorgängen aus dem täglichen Leben.
www.daniel-rehbein.de/urteil-landgericht-hamburg.html |
Nach allem, was ich bisher gelesen habe, sind Links zu öffentlich erreichbaren Seiten und sogar Deeplinks zulässig, selbst wenn der Verlinkte dem Link wiederspricht. Man muss auch nicht vorher um Erlaubnis fragen, selbst wenn das in einem Wust von Nutzungsbedingungen irgendwo steht.
| Name | Info |
|---|---|
| e-recht24.de zur Zulässigkeit von Links | www.e-recht24.de/artikel/linkhaftung/22.html |
| Google Suche zur Paperboy-Entscheidung des BGH | www.google.de/search?q=Paperboy-Entscheidung |
Wer braucht es, wer nicht, und was muss drinstehen. Grob gesagt, brauchen es rein private Homepages nicht, gewerbliche auf jeden Fall. Im März 2007 sind das Teledienstgesetz und das Mediendienstgesetz vom Telemediengesetz abgelöst worden. Alle schreiben unter bestimmten Bedingungen ein Impressum vor, sprich eine Anbieterkennung. Die Homepages von Bands bewegen sich meiner Meinung nach in einer Grauzone. Werbebanner scheinen jetzt nicht mehr zur Impressumspflicht zu führen, Vertrieb von CDs aber schon.
Aber mal ganz blöd gefragt, vor was haben einige Leute eigentlich Angst? Und ein Impressum kann durchaus auch Vorteile haben. Ich selbst mit meiner "Rockecke Lahn-Taunus" interessiere mich zB dafür, woher die Band kommt. Ne eMail-Adresse oder ein Kontaktformular hilft mir da nicht wirklich weiter. Ne Telefonnummer kann auch nützlich sein, zB wenn jemand dringend ne Supportband benötigt. Der wird wahrscheinlich zuerst die Bands ansprechen, die er am schnellsten und bequemsten erreichen kann. Leute, die im Zweifingersuchsystem tippen oder mit Formulierungen Schwierigkeiten haben, schreiben nicht gerne Mails. Ja, und ich hab neulich jemanden angerufen und ihm gesagt, dass sein Myspace-Account offensichtlich gephished worden ist.
| Name | Info |
|---|---|
| anbieterkennung.de |
Die Tatsache, dass diese Website die URL "anbieterkennung.de" hat, spricht für sich...
www.anbieterkennung.de |
... ist Geschmacksache und das kann jeder machen, wie es ihm am besten gefällt. Allerdings gibt es gerade im Bereich der Rockbands und vor allem der Metalbands ein kleines Problem mit den Farben. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dunkle Farben, angeführt von schwarz, ein sehr dunkles grau, dunkelbraun, eben alles was eine entsprechende Stimmung erzeugen kann. Bitte achtet trotzdem auf den Kontrast zwischen der Schrift und dem Hintergrund.
Tun wir doch, braun auf schwarz kann man doch lesen! Stimmt nur bedingt. Denkt daran, dass die Darstellung der Seite nicht nur von den gewählten Farben abhängig ist, sondern auch vom Monitortyp. der Grafikkarte und vor allem der Einstellung von Helligkeit und Kontrast. Viele Teenys bevorzugen einen starken Kontrast und reissen die Helligkeit des Monitors bis zum Anschlag auf. Klar, die können dann ihre Seite sehen. Viele andere, die mit normalen Einstellungen arbeiten, sehen nur eine einheitlich schwarze Fläche.
Am besten kontrolliert ihr eure Seite mal bei Freunden oder ihr stellt eure Geräte mal auf verschiedene Einstellungen ein. Ihr kennt eure Seite sowieso, schliesslich wollt ihr doch, dass eure Besucher was sehen können. Übrigens gibt es auch andere Schriftfarben, die ganz gut zu Metallern passen. Und wenn man ein richtig gutes Hintergrundbild auf seiner Seite hat, interessiert sich keiner mehr für die Schriftfarbe. Aber auch hier lauert wieder die gleiche Gefahr. Achtet darauf, dass man in allen Bereichen den Text noch lesen kann.
Sollte ohne Java-Applets, Javascript und anderen Scriptsprachen möglich sein. Und mit jedem Browser funktionieren. Wenn mir als erstes jemand vorschreiben will, welchen Browser ich zu benutzen habe, denke ich "Leck mich..." und bin weg, wenn es nicht zwingende Gründe gibt, mich mit genau dieser Seite rumzuärgern. Ich weiss, mit Flash kann man wunderbare Seiten gestalten oder eine ausgefallene Bedienung realisieren. Optimal ist es, wenn die Website automatisch erkennt, welchen Browser der User benutzt und was er enabled/disabled hat oder wenn man dem User auf der ersten Seite die Wahl zwischen einer HTML- und einer Flash-Version lässt. Genauso kotzt mich regelmässig die Bemerkung "Diese Seite ist optimiert für..." an. Optimiert die Seiten für "Mensch 1.0" und nicht für einen Browser.
Den Begriff "barrierefrei" kennen viele nur in Verbindung mit Rollstuhlfahrern und Treppen. Im Bereich des Web meint man damit aber eher, dass auch Hör- oder Sehbehinderte die Seiten besuchen können.
Viele Seiten sind nicht barrierefrei, das heisst, dass behinderte Menschen die Seiten nicht betreten, dort nicht oder nur eingeschränkt navigieren oder die Inhalte nicht nutzen können. In der Regel ist das keine Absicht. Man erstellt ganz tolle Seiten, ohne sich über "Barrierefreiheit" Gedanken zu machen. Gerade die Musik ist ein Bereich, den auch Sehbehinderte und Blinde erleben können, wenn man sie nicht aussperrt.
Die Schriftgrösse lässt sich bei vielen Browsern vom Benutzer verändern. Das sollte man nicht sperren oder die Schrift wegen des Designs als Grafik gestalten.
Für Blinde gibt es Browser, die die Texte vorlesen. Bilder können die aber nicht lesen, und Javascripte auch nicht. Eine Hilfe ist bei Bildern der "Alternativtext". Das ist der Text, den man bei den Bildern mit "alt=..." angibt. Nimm dir die Zeit, und schreib was vernünftiges rein. Auch mit "Foto 1", "Foto 2" usw ist keinem Blinden gedient. Hört sich vollmundig an, aber ich selbst bin auch erst später drauf gestossen, habe es noch nicht überall nachgezogen und vergesse es immer wieder bei neuen Seiten.
Die meisten von uns benutzen die Maus, ohne sich gross Gedanken über das Zusammenspiel von Augen, Gehirn, Nerven, Muskeln und was weiss ich sonst noch zu machen. Für motorisch gestörte Menschen kann das eine unüberwindbare Barriere sein. Zum Glück kann man Webseiten auch mit den Tasten bedienen, oder ein Sehbehinderter kann einen Mauszeiger so gross wie ein Baumstamm einstellen. Zumindest, wenn der Webdesigner das nicht mit "ganz tollen Designtricks" unmöglich gemacht hat.
Wenn du über dieses Thema noch überhaupt nicht nachgedacht hast, schnapp dir ne Suchmaschine und ab geht's in die unendlichen Weiten... Es steht darüber einiges im Web.
Wie kommt eure Website ins Verzeichnis der Suchmaschinen? Bei einigen kann man sie über ein Online-Formular anmelden. Aber alle Suchmaschinen-Betreiber arbeiten auch mit Web-Robots. Das sind Programme, die Seite für Seite im Web aufrufen, ihre Inhalte durchsuchen und die Seiten nach bestimmten Schlagwörtern katalogisieren. Da ist natürlich ein Link auf einer Seite wichtig, die die Suchmaschinen schon kennen und regelmässig nach Neuigkeiten durchsuchen. Das kann die Link-Page einer befreundeten Band sein oder ein Link in meiner Bandliste (die täglich von mehreren Robots überfallen wird).
Und warum findet man bei der Suche viele Bandhomepages nicht, oft sogar dann nicht, wenn man den Namen der Band angibt? Das liegt vor allem am Design der Seite.
Robots sind blinde User. Sie können keine Bilder sehen, einige können auch mit Frames nichts anfangen und die meisten verstehen weder Flash, noch Javascript noch andere Scriptsprachen. Sie folgen einfach den Links, die sie auf einer Seite finden, um zur nächsten Seite zu gelangen und sie flöhen die Texte auf allen Seiten um zu sehen, um was es auf den Seiten geht.
Aber die "keywords"? Kaum noch von Bedeutung, weil damit zu viel Schindluder getrieben wurde um Leute mit fremden Stichwörtern oder Markennamen auf die Seite zu locken.
Wie kann ich überprüfen, wie Robots unsere Seite sehen? Ganz einfach. Bei den meisten Browsern kann man die automatische Anzeige von Bildern sowie Scripting über einen Menüpunkt ein- und ausschalten. Schalte alles ab, sodass du nur noch Texte und Links siehst. Dann besuche eure Seite. Einige werden feststellen, dass man den Bandnamen nirgendwo lesen kann, wie auch, er ist ja als schön verzierte Grafik eingebunden. Bei einigen Seiten ist bereits auf der ersten Seite Ende der Ausbaustrecke, weil per Javascript auf weitere Seiten verzweigt wird.
Wie gestalte ich unsere Seiten "suchmaschinenfreundlich"? Nochmal: Robots sind blinde User, also gestalte eure Seiten "barrierefrei" und "User-freundlich", dann klappts auch mit der Suchmaschine...
Na ja, ein wenig kann man schon beeinflussen, wenn man weiß, nach welchen Kriterien die Robots die Seiten nach Inhalten durchsuchen. Die Suchmaschinenbetreiber geben Tipps dazu und auch in vielen Foren wird das Thema heftig diskutiert. Hier ein paar Tipps, auf was Robots achten:
Aus der Liste erkennst du leicht, dass Robots genau das als wichtig erachten, was du für eure Besucher als wichtig hervorhebst.
Warnen möchte ich vor sogenannten "Optimierer-Tricks". Wer versucht, die Robots zu verarschen, der läuft Gefahr gebannt zu werden. Das ist Anfang 2006 sogar einem bekannten deutschen Autohersteller passiert, der geglaubt hat, Google manipulieren zu können. Die Robots reagieren allergisch auf alles, was nur sie sehen können, aber nicht der User, beispielsweise weisse Texte auf weissem Hintergrund.